K3-Trainer

K? Wofür steht das?

Die K-Wagen der SNCB waren Wagen mit: Türen und Balkonen an den Enden, mit einem Mittelgang und einem Durchgang mit Übergangsbrücke und Faltenbalg.

Im Laufe der Jahre gab es verschiedene Serien von K-Wagen bei der SNCB:

  • K1: die erste Serie. Erkennbar an dem Dach mit genieteten Blechen und den "Torpede"-Lüftern auf dem Dach.
  • K2Erkennbar an dem glatten Dach und den Flügeltüren. In dieser Serie wurden nur Wagen der 2. Klasse gebaut (möglicherweise mit Gepäckabteilen ausgestattet).
  • K3: Erkennbar an dem glatten Dach und den "Schepens"-Lüftern. Auch in dieser Serie wurden nur Wagen der 2. Klasse gebaut.
  • K4Ursprünglich waren 3 K-Typen bei der SNCB geplant. Wegen Wagenmangels kaufte die SNCB jedoch 1994 84 Wagen von der französischen Eisenbahn (SNCF), die ab dem Fahrplanwechsel im Mai 1995 in Betrieb genommen wurden. Sie wurden in der Baureihe K4 untergebracht.

Geschichte

Die K3-Wagen wurden gebaut, weil die Holzwagen der SNCB (Typ GCI) dringend ausgemustert werden mussten. Es wurde das bekannte Design der K1- und K2-Wagen verwendet, das von der Zentralwerkstatt in Mechelen verbessert wurde. Die Verbesserungen gegenüber dem K1 oder K2 bestanden darin, dass die Holzbänke durch Lederbänke ersetzt wurden. Auch die Türen wurden verändert: Anstelle der K2-Falttüren wurden Flügeltüren verwendet. Die Wagen erhielten auch Schlieren-Drehgestelle anstelle der Pennsylvania-Drehgestelle. Die Wagenkästen dieser Wagen wurden von der Abteilung M der SNCB entworfen und komplett von der CW Mechelen gebaut, während die Drehgestelle von der AC Salzinnes gebaut wurden.

Am Ende ihrer Laufbahn warteten die meisten K3-Trainer in Aalst auf ihr Schicksal, sie waren dort als Reservisten tätig, aber die meisten wurden zwischen 1995 und 2005 ausgemustert.

Im Club sind 2 restaurierte K3-Wagen in Betrieb: 22476 und 22418.

Trainer 22476

Die 22476 wurde zunächst als Museumsfahrzeug bei der Zuid Limburgse Stoomtrein Maatschappij (ZLSM) eingesetzt. Im Jahr 2018 wurde sie zusammen mit ihrer Schwester 22418 an Privatpersonen verkauft und nach Baasrode überführt, wo sie sofort für den Verein Baasrode & Puurs in Betrieb genommen wurde.

Seitdem wurde der Wagen einer technischen und optischen Restaurierung unterzogen: Zunächst wurde der Wagen technisch auf Vordermann gebracht, d.h. die Drehgestelle wurden auf Mängel untersucht und erhielten einen neuen Anstrich. Dann wurde der Innenraum in Angriff genommen; nach jahrelangem Gebrauch mussten mehrere Bänke ersetzt werden.
Auch auf dem Dach gab es einige Probleme, nämlich Wasser, das sich seinen Weg durch das Dach bahnte. So wurde das Dach in die Hand genommen, indem undichte Stellen geortet und abgedichtet wurden. Im Jahr 2023 wurde der Wagen komplett neu gestrichen.

Reisebus 22418

Die 22418 wurde zunächst als Museumsfahrzeug bei der Zuid Limburgse Stoomtrein Maatschappij (ZLSM) eingesetzt. Im Jahr 2018 wurde sie zusammen mit ihrer Schwester 22476 an Privatpersonen verkauft und nach Baasrode überführt, wo sie sofort für den Verein Baasrode & Puurs in Betrieb genommen wurde.

Der 22418 wurde an der ZLSM bereits für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität umgebaut.

Inzwischen, anno 2024, wurde es auch technisch und optisch komplett überholt und erstrahlt seither in neuem Glanz, mit erneuerten Bänken, Boden etc.

Masse43 - 48 T
Achslast12 T
Anzahl der Sitze108
Max. Geschwindigkeit140 km/h
Anzahl gebaut100 Einheiten
Technische Daten
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